Marketing Automation funktioniert auch mit wenigen Daten

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen einige Beispiele vor, wie Sie auch ohne große IT- und Datenprojekte effektive Marketing Automation Use Cases umsetzen können.

Viele Marketer denken bei kundenzentriertem Marketing an den Aufbau einer 360°-Kundensicht sowie komplexe Mechanismen zur Individualisierung von z. B. Newsletter-Inhalten. Dabei lassen sich auch mit Marketing Automation und nur wenigen Kundendaten schon sehr effektive, kundenzentrierte Maßnahmen im digitalen Dialogmarketing umsetzen. Wir zeigen einige Praxisbeispiele.

Praxisbeispiel: Kreative Geburtstagsgrüße

Von einem Unternehmen zum Geburtstag gratuliert zu werden, ist mittlerweile nichts Besonderes mehr. Trotzdem lassen sich mit diesem einzelnen Datum spannende Use Cases realisieren, die beim Empfänger Aufmerksamkeit generieren. Zum Beispiel lässt sich ohne großen Aufwand herausfinden, welche berühmten Personen noch an dem Tag Geburtstag haben. Dadurch ergibt sich ein einfacher Kontext, der mit Kreativität und unterhaltendem Effekt punktet. Am Namenstag funktioniert das natürlich genauso. Aus dem Geburtsdatum kann z. B. auch das Sternzeichen abgeleitet werden.

Ist außer dem Geburtsdatum noch das Geschlecht bekannt, ist es sinnvoll, je nachdem ob weiblich oder männlich, unterschiedliche Angebote zu versenden und in verschiedene Kontexte zu setzen.

Eine weitere Möglichkeit besteh darin, statt am Geburtstag selbst schon ein paar Tage vor dem Geburtstag Kontakt aufzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt geht die Mail weniger im Postfach unter als am großen Tag selbst., da sicherlich auch andere Unternehmen Geburtstagsgrüße versenden. „Schenk dir selbst etwas zum Geburtstag“ oder „Schenk doch auch deinen Freunden etwas, 5% für deine Freunde bei uns“ sind Ideen, die den Bezug zum Anlass nicht verlieren, den Kontext aber ganz anders nutzen.

Kontaktaufnahme schon vor dem Geburtstag

Praxisbeispiel: Geburtstagsmails ganz ohne Daten

Sogar ganz ohne Kundendaten ist es möglich, automatisierte Geburtstagsmails zu versenden. Hat zum Beispiel ein Mitarbeiter Geburtstag, kann dies ein Anlass sein, den Kunden etwas zu schenken („einen ausgeben“). Das ist wesentlich interessanter als die typischen Gutscheincodes und Rabatte und hebt wieder die Einzigartigkeit des Unternehmens hervor.

Auch wenn der Geburtstag des Kunden nicht bekannt ist, kann diesem eine Geburtstagsmail gesendet werden. „Wir würden dir gerne zum Geburtstag gratulieren aber wissen nicht wann.“

Praxisbeispiel: After-Sales-Dialog nur mit dem Datum der letzten Bestellung

Ist das Datum der letzten Bestellung bekannt, lässt sich nur mit diesem Datum eine komplette Lifecycle Automation erstellen. Gerade die ersten Mailings nach der Bestellung erwartet der Kunde mit hoher Aufmerksamkeit. Diese Aufmerksamkeit zu nutzen, kann besonders effektiv sein. Statt einer kahlen Bestellbestätigung aus dem Shop-Backend ist eine hochwertig gestaltete Transaktionsmail mit einem Dankeschön eine positive Überraschung. Hier sollte der Dialog jedoch nicht enden. Beispielsweise kann der Kunde automatisiert …

  • … nach seiner Zufriedenheit gefragt werden.
  • … um eine Weiterempfehlung gebeten werden.
  • … einen Gutschein für einen Folgekauf oder einen Cross-/Upsell erhalten.
  • … bei Verbrauchsgütern (z. B. Rasierklingen) an eine Nachbestellung erinnert werden.
  • … auf Servicetermine (z. B. bei einem Autokauf) hingewiesen werden.

Praxisbeispiel: Reaktivierung nur mit der letzten Reaktion

Inaktivität von Kunden kann viele Ursachen und Ausprägungen haben. Kunden öffnen den Newsletter nicht mehr, klicken nicht mehr, kaufen nicht mehr, etc. In jedem Fall liegt Potential brach. Um diese Kunden mittels Marketing Automation zu reaktivieren, wird nur das Datum der letzten Reaktion benötigt. Die Marketing-Automation-Technologie prüft jeden Tag, wann ein Kunde das letzte Mal z. B. einen Newsletter geöffnet, im Newsletter geklickt oder gekauft hat. Hat er eine der definierten Aktionen seit beispielsweise 30 Tagen nicht mehr ausgeführt, erhält er für diese Aktion eine Reaktivierung:

  • Hat er nicht geöffnet, erhält er eine E-Mail mit einer aktivierenden Betreffzeile.
  • Hat er nicht geklickt, erhält er ein individuelles Angebot.
  • Hat er nicht gekauft, erhält er einen Rabatt-Coupon.

Reagiert der Kunde auch auf die Reaktivierungsmail nicht, kann er nochmal einen Reminder mit einer anderen Betreffzeile bzw. einem anderen Inhalt erhalten oder eine Nachricht in einem anderen Kanal (z. B. SMS).

 

Weitere Use Cases für Marketing Automation

Weitere Inspirationen für einfach umsetzbare aber trotzdem effektive Marketing Automation Use Cases gibt es in dem Whitepaper „14 Vorlagen für Marketing Automation“ unter https://www.artegic.com/de/14-vorlagen-marketing-automation/

Beitrag von S. Pieper, artegic

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