Udo Pielke: Trotz aller Möglichkeiten im E-Mail-Marketing bleibt das Ur-Thema bestehen – sei relevant!

Das E-Mail-Marketing ist trotz neuer Kommunikationsformen immer noch eines der effizientesten Wege, um seine Zielgruppe zu erreichen und nachhaltig zu binden. Dennoch nutzen viele Unternehmen immer noch nicht dieses Potential.

Das DÄNISCHE BETTENLAGER hat die Notwendigkeit eines Relaunch-Projektes im E-Mail-Marketing erkannt. Wir haben mit dem Spezialisten für E-Mail- & Retentionmarketing beim Dänischen Bettenlager, Udo Pielke, gesprochen, der uns in seinem Vortrag beim MARTECH KONGRESS darüber Näheres verrät. Im folgenden Interview gibt er uns erste Einblicke in das Projekt.

(1) Hr Pielke – Sie berichten Im Interview mit Udo Pielke zum E-Mail-Marketing Relaunchbeim MarTech KONGRESS über Ihre Erfahrungen mit einem Relaunch-Projekt im E-Mail-Marketing. Mit welchen drei Schlagworten können wir Ihren Beitrag auszeichnen?

Vorbereitung, Datenstrategie, interne Widerstände

(2) Was ist die Historie beim Thema E-Mail-Marketing beim Dänischen Bettenlager? Wo kommen Sie her und was war der Grund, das Thema neu denken zu müssen?

E-Mail-Marketing wird bei DÄNISCHES BETTENLAGER seit den mittleren 2000ern betrieben. Anfangs nur „nebenbei“, da dieser Kanal neben dem Online-Shop erst aufgebaut werden musste.
Seit 2008 wurde optivo (episerver) verwendet, um „mehr Schwung“ zu haben. Leider war auch hier das Thema Personalstellen immer akut, weswegen erst die Grundlagen für den Bereich E-Mail-Marketing geschaffen werden mussten. Dies geschah im Zuge einer Entscheidung, den gesamten Bereich E-Commerce und Online-Marketing personell aufzustocken und ein neues Tool zu etablieren, welches alle Bereiche zusammenführt.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Notwendigkeit erkannt und entsprechend gehandelt wurde. Wie Hans Smellinckx schon so passend sagte, „If you are not seeing the email chanel as a money making machine, you have the wrong strategy.“

(3) Was sind die Merkmale des neuen Konzeptansatzes (nach dem Relaunch)?

Das neue Konzept sieht vor allem vor, die verschiedenen Datentöpfe zusammenzuführen, um einen ganzheitlichen Blick auf den Kunden zu bekommen. Denn nur so, und in Verbindung mit dem über allem schwebenden Omni-Channel-Ansatz (Wir betreuen von Handewitt aus auch über 1.200 Filialen), ist es möglich im Bereich E-Mail-Marketing einen datengetriebenen Ansatz zu verfolgen.

(4) Welchen Herausforderungen mussten Sie sich bei diesem Relaunch stellen?

Da wir hier einer seit Jahrzehnten gewachsenen Struktur gegenüberstehen, die nicht von heute auf morgen komplett digitalisiert werden kann, ist das Ganze ein Prozess, der noch einige Zeit andauern wird. Es muss neben sachlichen Argumenten auch viel politisch innerhalb des Konzerns gearbeitet werden, was jedoch bei jeder mir bekannten Firma so ist. Das gemeinsame Ziel ist aber allen Beteiligten klar.

(5) Die Notwendigkeit der individuellen und personalisierten Kundenansprache ist auch ein Schwerpunkt bei den Diskussionen des MarTech Kongresses.
Wie stehen Sie in Ihrem Projekt zu diesem Thema?

Im Bereich E-Commerce stehen wir diesem Thema sehr positiv gegenüber, da dieses bei uns auch eines DER großen Ziel ist, jeden Kunden oder Interessenten zur richtigen Zeit das richtige Angebot zu präsentieren. Und wir reden hier nicht nur vom reinen Verkaufen, sondern auch der Bereich Service ist hierbei mit berücksichtigt. Ein Kunde / Interessent sollte zumindest immer die Möglichkeit haben, auf alle relevanten Daten und Informationen zugreifen zu können, OHNE das Gefühl zu haben, dass das Gegenüber alles über ihn oder sie weiß. Persönlich sehe ich hier noch eine Herausforderung, dies zu erreichen.

(6) Wie sehen Sie die Zukunft des E-Mail-Marketings? Wo geht das Thema für Sie noch weiter hin?

Totgesagte leben länger, und auch wenn es nach außen oft so aussieht, es passiere nichts in diesem, seit gefühlt 200 Jahren existierenden Medium, so steht beispielsweise mit AMP der nächste Evolutionsschritt bevor. Trotz aller damit verbundenen technischen Möglichkeiten innerhalb einer Mail, bleibt das Ur-Thema bestehen: Sei relevant!

(7) Mit welchen Themen und Fragestellungen kommen Sie zur Veranstaltung?

Mein Thema ist die technische Umstellung von System A zu System B. Trotz allem bin ich kein Informatiker oder Programmierer im klassischen Sinne. Mich interessieren vor allem Ideen und Denkansätze, die bei der eigenen, täglichen Arbeit weiterhelfen und den Faktor Spaß auch nicht zu kurz kommen lassen.

(8) Welche Erwartungen haben Sie an die Veranstaltung?

Wie auch alle anderen, möchte ich am Ende des Tages schlauer und mit einem Kopf voller neuer Ideen dastehen und mich erfreuen, dass es viele gute, inspirierende und spannende Gespräche gab. Persönlich hoffe ich auch, dass ich durch meinen Vortrag anderen helfen konnte.

Vielen Dank für Ihre Antworten!

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Marta Medvedec

Marta Medvedec

Marta Medvedec ist für das Content Marketing Management bei Kongress Media zuständig und unterstützt diese bei der inhaltlichen Ausgestaltung der verschiedenen Fachblogs rund um die Themen & Events zur Digitalisierung & digitalen Transformation.

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