Haben Sie schon vom Growth Hacking als eine Art technischen Guerilla-Ansatz gehört?

Der Digital-Bereich bringt ja immer wieder spannende Konzepte und Wortkreationen – insbesondere an der Schnittstelle von Fachthema und Technologie – hervor. So auch mit dem Begriff des „Growth Hacking“, dass insbesondere als Ansatz im Startup-Bereich sehr viel Anklang findet. Gemeint ist damit eine intelligente Einbindung von bestehenden Plattformen und Vernetzungstechniken zum beschleunigten Aufbau eigener Nutzer- und Kundenstrukturen.

Als viel zitiertes Beispiel dient hier AirBnB, die für die Steigerung ihrer Nutzerzahlen in den Anfängen den Dienst Craiglist über eine eigens programmierte Schnittstelle integriert haben. Auf Wikipedia wird der Begriff wie folgt definiert:

Growth Hacking ist eine Marketing-Technik, die von Startups entwickelt wurde, um mit Kreativität, analytischem Denken und dem Einsatz von Social Media den Absatz zu fördern und Bekanntheit zu erlangen.

Die Redaktion der „OnlineMarketingRockstar News“ hat die Frage nach dem Gegenstand von Growth Hacking auch gestellt und die Antwort bei Andrew Chen, einem bekannten Growth Hacker, gefunden:

[Der Growth Hacker] stellt sich zwar auch die klassische Marketing-Frage „Wie bekomme ich Kunden für mein Produkt?“, beantwortet sie aber sehr technisch mit A/B-Tests, optimierten Landing Pages, Viralität und einem Haufen von Daten. Er sagt: „Projects like email deliverability, page-load times, and Facebook sign-in are no longer technical or design decisions – instead they are offensive weapons to win in the market.“

Den Unterschied zwischen Growth Hacker und Digital Marketer beschreibt auch David Arnoux mit einer spannenden Darstellung aus seinem Vortrag „Growth Hacking Guide: Mindset, framework and tools“:

growth-hacker-vs-digital-marketer

Für mich ist Growth Hacking damit eine Art Guerilla-Ansatz – bei dem Huckpack auf dem Momentum von anderen Plattformen oder von eigenen Datenauswertungen dem Online-Kunden ein besonderer digitaler Nutzen bzw. Service angeboten wird, der sowohl eine hohe Erlebniszufriedenheit als auch ein hohes Empfehlungspotential bietet.

Die Beherrschung der Schnittstelle von Marketing und Technologie wird damit zum zentralen Erfolgsfaktor.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.